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30.03.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Die Idee einer Weltwährung hat strategischen Wert«

Peking will den US-Dollar als Leitwährung durch Sonderziehungsrechte des IWF ablösen lassen. Ein Gespräch mit Paolo Leon

Raoul Rigault
Paolo Leon ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Rom 3

Chinas Zentralbankchef Zhou Xiaochuan hat sich dafür ausgesprochen, anstelle des US-Dollars die sogenannten Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds zur neuen globalen Leitwährung zu machen. Was halten Sie davon?

Das ist zweifellos ein sehr interessanter Vorschlag, da China die meisten amerikanischen Staatsanleihen hält. Die Sonderziehungsrechte (SZR) sind eine Ende der 1960er Jahre vom IWF eingeführte Verrechnungseinheit. Ihre Bewertung erfolgt durch einen Währungskorb. Dieser wird alle fünf Jahre überprüft, um sicherzustellen, daß die Gewichtung der darin enthaltenen Währungen ihre relative Bedeutung im Welthandels- und Finanzsystem widerspiegelt. Die SZR zu verwenden, war notwendig geworden, nachdem Nixon die Konvertierbarkeit des Dollars in Gold aufgehoben hatte. Später, unter der Regierung Reagan, verlor der Währungsfonds seine ursprüngliche Leitungs- und St...

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