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30.03.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Chávez will Krise trotzen

Verzicht auf »überflüssige« Investitionen und Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Mindestlöhne beschlossen. Sozialprogramme bleiben in Kraft

André Scheer
Obwohl die globale Wirtschaftskrise auch seinem Land zusetzt, sieht Präsident Hugo Chávez Chancen: »Je härter die Krise des Kapitalismus ist, desto sicherer und klarer wird der Weg des venezolanischen Sozialismus sein«, schrieb er vor einer Woche in seiner wöchentlichen Zeitungskolumne. Die Opposition sei mit ihren »ständigen schlechten Vorhersagen« auf ihrer »vagen Hoffnung sitzengeblieben, »daß unsere Anstrengungen darauf gerichtet sein könnten, die privilegierten Gruppen zu bevorzugen, die immer mit dem Schicksal aller Venezolanerinnen und Venezolaner gehandelt haben«, so das Staatsoberhaupt. Zuvor hatte Chávez umfangreiche Maßnahmen angekündigt, mit denen Venezuela die Folgen der Weltwirtschaftskrise auffangen will. So wurden die zu erwartenden Einnahmen aus der Erdölproduktion auf der Grundlage eines Preises von 40 US-Dollar je Faß (159 Liter) neu berechnet. Bei der Erstellung des gegenwärtigen Haushalts, als der Weltmarktpreis noch bei über 100 Doll...

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