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30.03.2009 / Feuilleton / Seite 13

Eiserner Vorhang

Immer wieder Schostakowitsch

Stefan Amzoll
Bisher deuteten die Filmreihen des Berliner Konzerthauses mehr auf Experimentelles. Moderne Livemusik auf alten Filmen, Filmmusikvergleiche und anderes mehr. Die diesjährige Reihe »Der Blick auf den Klang« rückt russische Berühmtheiten in den Fokus: Igor Oistrach, Swjatoslaw Richter, Gennadi Roshdestwenski und Dmitri Schostakowitsch. Letzte Woche wurde »Die Kriegs-Sinfonien – Schostakowitsch contra Stalin« von Larry Weinstein gezeigt. Diese ZDF-Produktion von 1997 scheint heute aktueller als damals. Ein Schinken, modern gemacht: Eine Überfülle Dokmaterial ist darin, zumeist denunziatorischen Charakters, zuhauf O-Töne aus allen Himmelsrichtungen, auch fiktive Elemente. Der Komponist selbst, als Stimme mit russischen Akzent, geistert durch den Film. Das ist der Kronzeuge. Larry Weinstein ist so befangen, als lebte er noch hinterm »Eisernen Vorhang«. Er schielt Schostakowitsch durch die antikommunistische Brille der Tagebücher an, die Solomon Wolkow 19...

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