28.03.2009 / Inland / Seite 4

Hochgelobt – mies bezahlt

Bildungsgewerkschaft fordert für Erzieherinnen endlich angemessene Entlohnung. Umstellung des Tarifsystems 2005 hat zu Einbußen von bis zu 300 Euro monatlich geführt

Jana Frielinghaus
Selbst CDU-Politiker betonen heute , wie wichtig die frühkindliche Bildung ist – und daß die Erzieherinnen in den Kitas Bedeutendes leisten. Doch diese verbale Wertschätzung hat bislang nicht zu einer besseren Bezahlung der rund 381000 Erzieherinnen und 12000 Erzieher in Deutschland geführt.

Am Freitag wies Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in Berlin darauf hin, daß neueingestellte Pädagoginnen in Kindertagesstätten infolge der Umstellung vom Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) auf den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TvöD) im Jahr 2005 mittlerweile sogar massive Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Bei Erreichen des sogenannten Endgehaltes nach 15 Berufsjahren sind das bis zu 350 Euro weniger als nach dem BAT.

Nach Aussage von GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke würden sich die Verluste während des Berufslebens einer Erzieherin gegenüber dem BAT – bliebe die E...



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