24.03.2009 / Ausland / Seite 7

Saakaschwili lügt

EU-Kommission prüft Ursachen des Georgien-Krieges. Präsident in Tbilissi schwer belastet

Knut Mellenthin
Der von der EU eingesetzte Untersuchungskommission, die sich mit den Ursachen des georgisch-russischen Krieges im August 2008 beschäftigt, liegt offenbar Material vor, das den Präsidenten der Kaukasus-Republik, Michail Saakaschwili, schwer belastet. Das berichtet der Spiegel in der am Montag erschienenen Ausgabe.

Saakaschwili behauptet, ihm sei am 7. August keine andere Wahl geblieben, als seine Truppen nach Südossetien einmarschieren zu lassen und die Hauptstadt Tschinwali unter Beschuß zu nehmen. Damit habe er einem geplanten russischen Angriff zuvorkommen wollen. Er habe kurz vor Mitternacht den Marschbefehl gegeben, weil ihm sichere Informationen vorgelegen hätten, daß russische Einheiten mit 150 Panzern den Roki-Tunnel – die einzige Straßenverbindung zwischen Rußland und Südossetien – durchfahren hätten und auf dem Weg nach Süden seien.

Saakaschwili hatte diese Behauptung allerdings erstmals vier Tage nach Kriegsbeginn öffentlich vorget...



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