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12.03.2009 / Inland / Seite 5

Industrie ließ umdeklarieren

Staatliches Kernforschungszentrum war jahrelang Umladestation für Abfälle der Atomwirtschaft

Max Eckart
Fast drei Viertel des radioaktiven Materials im Atommüllager Asse stammen nach Aussage von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ursprünglich aus kommerziellen Atomkraftwerken. Der größte Teil sei im Kernforschungszentrum (heute: Forschungszentrum) Karlsruhe (KFK) wiederaufbereitet worden, sagte Gabriel am Mittwoch in Berlin. Aus welchen AKW die Abfälle im Einzelnen stammten, sei heute nicht mehr nachzuvollziehen.

Gabriel bestätigte damit Aussagen von Greenpeace. Die Umweltorganisation hatte unter Berufung auf einen Inventarbericht kürzlich erklärt, daß etwa 70 Prozent des Asse-Mülls aus Atomkraftwerken kommen. In dem Bergwerk lagern insgesamt rund 126000 Fässer mit angeblich nur schwach- und mittelradiaoktiven Abfällen.

Nach Angaben des Deutschen Atomforums, der Lobbyorganisation der AKW-Betreiber, sind diese nur für 20 Prozent des Asse-Mülls verantwortlich. Auch das Bundesforschungsministerium hatte mitgeteilt, der größte Teil des schwach- und mit...



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