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06.03.2009 / Inland / Seite 5

Tod von Staats wegen

Deutsche Flüchtlingspolitik ist mörderisch: Seit 1993 mindestens 375 Opfer. Antirassistische Initiative veröffentlicht Dokumentation mit skandalösen Einzelfällen

Ulla Jelpke
Die Antirassistische Initiative in Berlin hat die Dokumentation »Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen« auf den neuesten Stand gebracht. In der 16. aktualisierten Auflage wird an Hand von rund fünftausend Einzelgeschehnissen aus dem Zeitraum von 1993 bis 2008 beschrieben, wie sich die Abschottungsmaßnahmen an den Grenzen und die rigide Flüchtlingspolitik Deutschlands auf die Betroffenen ausgewirkt haben.

Das Ergebnis: Durch staatliche Maßnahmen kamen nach den Recherchen der Initiative seit 1993 mindestens 375 Flüchtlinge ums Leben, durch rassistische Übergriffe und Brände in Sammelunterkünften starben 82 Menschen. Auf dem Weg in die Bundesrepublik oder an den Grenzen starben beim Versuch der Einreise in den letzten fünfzehn Jahren 175 Flüchtlinge, 480 Personen erlitten beim Grenzübertritt Verletzungen. 150 Menschen töteten sich angesichts ihrer drohenden Abschiebung oder starben bei dem Versuch, vor der Ausweisung zu fliehen. 56 die...

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