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05.03.2009 / Feuilleton / Seite 12

Stille Tage im Klischee

Warum ist Alexander Kluge nur so blöd geworden? 570 Minuten lang ­versucht er angeblich, »Das Kapital« zu verfilmen

Reinhard Jellen
Anders als z. B. Rüdiger Safranski, dem man kaum zutraut, daß er in seinem Leben schon einmal einen intelligenten Satz geäußert haben könnte, hat Alexander Kluge das Studium bei Theodor W. Adorno nicht geschadet. Beispielsweise hat er mit seinem Film »Willi Tobler und der Untergang der sechsten Flotte« (1972) und seinem Buch »Schlachtbeschreibung« (1964) gezeigt, daß er politische Informationen für das Publikum auf amüsante und didaktische Art verwerten kann. Von diesem Talent ist bei der neuen Dreifach-DVD »Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital«, der Erstpublikation der filmedition suhrkamp nicht viel zu entdecken. Zum Ausgleich dauert sie fast zehn Stunden. Bekanntlich hatte sich Sergei Eisenstein 1929 mit der Idee getragen, »Das Kapital« zu verfilmen, kam damit aber nie über seinen Notizzettel hinaus.

Um es einmal so auszudrücken: Wer die spätabendlichen TV-Kulturbeiträge des Alexander Kluge mag, für den...

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