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28.02.2009 / Geschichte / Seite 15

Fall für die Schulaufsicht

Was deutsche Geschichtslehrer Schülern an Zahlen- und Datenwissen zumuten

Kurt Pätzold
Kam im vergangenen Jahr die Rede auf den Geschichtsunterricht an deutschen Schulen, schien es monatelang kein anderes Thema zu geben als das mangelnde Wissen über die DDR. Über jenes untergegangene Staatswesen, das mit Etiketten wie »Unrechtsstaat« und »zweite deutsche Diktatur« bezeichnet wird. Gefragt wurde, wer die Schuld an soviel Un- oder Falschwissen trage: die staatlichen Lehrpläne, die unterrichtenden Lehrer oder die sich einmischenden Eltern und Großeltern, die im häuslichen Kreis zunichte machen, was Schulbücher über Mauer, Stacheldraht, Todeszone in Wort und Bild darbieten.

In die Stimmung des Jahres 2008 paßte diese Schelte, über dessen Adressaten letzte Einigung nicht erzielt wurde. Für die jetzt anlaufenden Vorbereitungen auf den 9. November 2009, den 20. Jahrestag des Mauerfalls, erscheint sie den »Oberlehrern« aber nicht angebracht. Denn nun sollen Mädchen und Knaben positiv gestimmt und zur Teilnahme an allerlei Wettbewerben angeregt wer...

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