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28.02.2009 / Feuilleton / Seite 12

»Immun gegen das Gewöhnliche«

Es gibt keinen Literatur-Underground in der BRD. Ein Gespräch mit Martin Brinkmann, dem Herausgeber der Zeitschrift Krachkultur

Robert Best
Martin Brinkmann, Jahrgang 1976, lebt als Schriftsteller und Wissenschaftler in Bremen. Er war Mitherausgeber der Bestselleranthologie »20 unter 30« (DVA 2002) und veröffentlicht demnächst zusammen mit Gerald Sommer aus dem Nachlaß von Heimito von Doderer »Seraphica / Montefal« (C.H. Beck )

Seit 16 Jahren geben Sie gemeinsam mit Fabian Reimann das Literaturmagazin Krachkultur heraus. Ein unendliches Projekt?

Als wir die Zeitschrift 1993 gegründet haben, waren wir beide noch Schüler. Ich gehe stark davon aus, daß wir einfach nichts anderes drauf hatten. Wenn es die Krachkultur heute noch immer gibt, dann ist das wohl vor allem auf eines zurückzuführen, daß wir wenigstens zeitweise in der Lage sind, den Gedanken an die Aussichtslosigkeit des Unterfangens zu verdrängen.

Gibt es überhaupt noch einen literarischen Underground in Deutschland?

Nein, den klassischen literarischen Underground, der sich gegen den guten Geschmack einer herrschenden Mehrheit verschwo...

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