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21.02.2009 / Ausland / Seite 7

Für weniger als 100 Dollar

Der bolivianische Präsident Morales hebt Löhne der armen Bevölkerung an, die reiche Opposition im Tiefland von Santa Cruz grillt gegen die staatliche Landenteignung

Benjamin Beutler
Wenige Tage vor Karnevalsbeginn hat Boliviens Präsident Evo Morales den meisten seiner Landsleute einen Grund mehr zum Feiern gegeben. »Ursprünglich wollten wir die Löhne um 100 Prozent erhöhen, doch kann der Staatshaushalt diese Steigerung nicht tragen«, erklärte der ehemalige Koka-Bauer die Bereitschaft seiner Regierung der »Bewegung zum Sozialismus« (MAS), die Einkommen im ärmsten Land Süd­amerikas auf ein erträgliches Maß anzuheben. Am Donnerstag hatte Morales ein Gesetz vorgelegt, das für den Gesundheits- und Erziehungssektor 14 Prozent mehr Lohn, für Polizei und Streitkräfte sowie den gesetzlichen Mindestlohn eine Steigerung um jeweils 12 Prozent festschreibt. Erst 2007 (6 Prozent) und 2008 (10 Prozent) war der Minimallohn erhöht worden, der heute somit bei 647 Bolivianos (92 US-Dollar) liegt.

Morales richtete sich auch an die Unternehmer und warb um Verständnis. »Alle profitieren davon, aber es ist der private Sektor, der einigen Gesetzen oft genu...

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