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07.02.2009 / Ausland / Seite 7

Kurden wollen Aufklärung

Nach Enthüllungen über Todesschwadronen in den 90er Jahren verlangen kurdische Organisationen in der Türkei Ermittlungen zum Schicksal tausender »Verschwundener«

Nick Brauns
In einer türkeiweiten Kampagne fordern kurdische Organisationen und Menschenrechtsvereine Aufklärung über das Schicksal Tausender Menschen, die in den 90er Jahren in den kurdischen Gebieten von Todesschwadronen ermordet wurden.

Im Rahmen des laufenden Ermittlungsverfahrens gegen die nationalistische Putschistenorganisation Ergenekon hatten ehemals führende Mitglieder des Gendarmeriegeheimdienstes JITEM von ihrer Beteiligung an illegalen Hinrichtungen bis zu 15000 kurdischer Oppositioneller, Gewerkschafter, Menschenrechtsaktivisten und Intellektuellen gesprochen. Die Opfer seien zum Teil in Brunnenschächte zerstörter und geräumter kurdischer Dörfer geworfen worden. Von staatlicher Seite waren bislang lediglich 3000 Morde »unbekannter Täter« während des Krieges in den kurdischen Landesteilen genannt worden.

Wie in den 90er Jahren werden die als »Samstagsmütter« bekannten Angehörigen der »Verschwund...



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