07.02.2009 / Feuilleton / Seite 12

Wer zählt?

Grenzen, Medien, Gaza: Judith Butler sprach an der FU Berlin über »Rahmen des Krieges«

Elsa Koester
Dahlem ist ein Synonym für Dauerschlaf. Normalerweise, doch am Dienstag abend war im betont ruhigen Berliner Villenviertel viel los. Es herrschten fast backstreetboysähnliche Zustände, Menschenmassen strömten auf den Campus der FU. Sie wollten zu einem Vortrag von Judith Butler. Um den Andrang zu bewältigen, wurden fünf Hörsäle benötigt: In einem las Butler, in den anderen wurde live übertragen. So ein Trubel ist nichts Ungewöhnliches, denn seit dem Erscheinen ihres ersten Buchs »Das Unbehagen der Geschlechter« (1991) hat die US-amerikanische Gendertheoretikerin den eigenartigen Status eines Popstars der Postmoderne-Szene inne.

Tumultartige Szenen auch zu Beginn der Veranstaltung, als Ursula Lehmkuhl, Vizepräsidentin der FU, Butler begrüßte – und zwar »an der im internationalen Wettbewerb führenden Exzellenzuniversität«. Die ersten buhten, die Vizepräsidentin kam aus dem Takt. Die Anwesenheit Butlers und die große Resonanz auf die Veranstaltung sei sicher...

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