Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. April 2019, Nr. 93
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
05.02.2009 / Thema / Seite 10

Zweifelhafter Hoffnungsträger

Somalia: Ein neuer Präsident, aber die alten Probleme. Keine nationale Aussöhnung in Sicht

Knut Mellenthin
Mit der Wahl eines neuen Präsidenten durch das somalische Parlament hat ein weiterer Versuch begonnen, eine repräsentative, landesweit anerkannte Regierung zu schaffen. Es ist bereits der fünfzehnte Anlauf seit dem Sturz von Mohamed Siad Barre im Januar 1991.

Am Sonnabend voriger Woche setzte sich Scharif Scheik Ahmed, dessen Alter unterschiedlich mit 42, 43 oder 44 Jahren angegeben wird, im zweiten Wahlgang gegen Barres Sohn Maslah Mohamed Siad durch. Ahmed gilt als gemäßigter Islamist und führt eine Fraktion der im Juni 2008 gespaltenen Union der Islamischen Gerichtshöfe (UIC). 293 Abgeordnete votierten für ihn, 126 für Barre. Zuvor hatte der amtierende Premierminister Nur Hassan Hussein das Handtuch geworfen, nachdem er im ersten Durchgang nur 59 Stimmen erhalten hatte.

Wahl im NATO-Stützpunkt

Das Parlament tagte auf ausländischem Boden, in der Republik Dschibuti, die den größten ­NATO-Stützpunkt auf dem afrikanischen Kontinent beherbergt. Der offiziell...

Artikel-Länge: 18505 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €