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04.02.2009 / Inland / Seite 4

Zulieferer in Not

Pleite von Edscha ist nicht nur Machenschaften eines Finanzinvestors geschuldet. Druck der großen Autokonzerne Teil des Problems. Branche vor Massensterben?

Daniel Behruzi
Die Automobilindustrie ist in der Krise. Noch stärker als Daimler, BMW und Co. bekommen das die Beschäftigten der vielen Zulieferer zu spüren. Aktuelles Beispiel ist neben dem fränkischen Familienunternehmen Schaeffler, das am Montag Kurzarbeit anmeldete, auch die Firma Edscha. Der Spezialist für Karosserieprodukte und Cabrio-Dachsysteme mit weltweit rund 6500 Beschäftigten – hierzulande sind es etwa 2400 – hat zu Wochenbeginn Insolvenz angemeldet. Ein Massensterben bei den Zulieferern dürfte letztlich auch den Endherstellern Probleme bereiten.

Hintergrund der Edscha-Pleite ist nicht nur die Absatz- und Kreditkrise. Das 2002 von dem US-amerikanischen Private Equitiy Fonds Carlyle übernommene Unternehmen sei von diesem »bis zur Blutleere ausgesaugt« worden, kritisierte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer in einer Stellungnahme. »Die Heuschrecke hat sich den Kaufpreis durch die Beschäftigten refinanzieren lassen.« Daher habe das Unternehmen kaum Eigenka...

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