29.01.2009 / Thema / Seite 10

Von der Philosophie zur Tat

Ein kaum noch bekannter Klassiker des historisch-kritischen Marxismus. Zum 90. Todestag von Franz Mehring (Teil I)

Thomas Metscher
Franz Mehring war, wie der KPD-Politiker August Thalheimer 1931 bestätigt hat, kein systematischer Denker. Er war dies weder nach intellektueller Veranlagung noch nach schriftstellerischer Gelegenheit. Die Hauptform seiner philosophischen wie literaturtheoretischen Äußerungen war der, aus feuilletonistischem Anlaß geborene, Essay. Ein Blick auf den Band seiner gesammelten philosophischen Arbeiten in der Gesamtausgabe seiner Werke bestätigt dies. Es sind »Aufsätze«, viele von ihnen Rezensionsartikel, mehrheitlich erschienen in der Neuen Zeit, dem zentralen theoretischen Organ der deutschen Sozialdemokratie, im Zeitraum zwischen 1888 und 1914. Nicht daß essayistische Form und feuilletonistischer Anlaß per se ein Nachteil wären für die Philosophie. Der Essay ist eine genuine und legitime Form des philosophischen Gedankens. Er ist, wenn man so will, seine klassische Versuchsform. Er favorisiert das Moment des Unabgeschlossenen, Experimentellen auch im Gedankl...

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