Der Schwarze Kanal
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11.08.1999 / Ausland / Seite 0

Chaos wie im dreißigjährigen Krieg?

Kongo: Fronten im Bürgerkrieg immer unübersichtlicher. Nachbarländer wollen profitieren

Anton Holberg

Immer mehr wird der seit August letzten Jahres tobende Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo zu einem reinen Stellvertreterkrieg, und immer unübersichtlicher werden die Fronten. Die Situation in diesem Land, das in etwa so groß wie ganz West- und Südeuropa ist, wurde wegen des um sich greifenden Chaos bereits mit dem 30jährigen Krieg verglichen.

Die jüngste Entwicklung ist dadurch gekennzeichnet, daß es in Kisangani, der wichtigsten Großstadt im Norden der Republik, am Montag erstmals zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Oppositionsgruppen gekommen ist. Fünf Tage zuvor war bereits das am 1. August vom Führer des oppositionellen »Mouvement pour la Libération du Congo« (MLC), Jean-Pierre Bemba, in Lusaka unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen mit der Regierung in Kinshasa faktisch zur Makulatur geworden. Bemba warf der Regierung Kabila vor, an diesem Tag Makanza und Bongonda, zwei in der von der MLC kontrollierten Region gelegene Orte, b...

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