10.01.2009 / Inland / Seite 12

»In Münster ist kein Platz für arme Menschen«

CDU und FDP wollen Häuserzeile mit preiswerten Wohnungen abreißen lassen. Jetzt gibt es wieder eine Hausbesetzung. Gespräch mit Silke Frein

Michael Schulze von Glaßer
Silke Frein ist Sprecherin der Hausbe­setzer der Grevener Straße 53 in Münster. (www.grevener.blogsport.de)

Obwohl den Mietern des vom Abriß bedrohten linken Ladenlokals »Versetzt« im westfälischen Münster bereits am 30. Dezember die Schlüssel durch die städtische Wohn- und Stadtbau GmbH abgenommen wurden, ist es nun doch zur Hausbesetzung gekommen – warum?

Die Wohn- und Stadtbau hat dem Verein für Autonomie, Soziokultur und Kommunikation als Mieter des linken Lokals alternativlos gekündigt. Das langjährig geforderte und einst von der Politik versprochene größeres soziale Zentrum ist indes noch immer nicht realisiert – es fehlt der politische Wille dazu. Das jetzt besetzte kleine Ladenlokal haben linke Aktivisten im Jahr 2000 nach der Räumung der Uppenbergschule bekommen. Die »Uppe« wurde nach sechswöchiger-Besetzung geräumt und dann abgerissen – heute ist da nur eine Sandfläche. Daß die Stadt d...

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