Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. März 2019, Nr. 70
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
07.01.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Vorläufig ausgezockt

Staatsfonds leiden unter Rekordverlusten, Rezession und dem Einbruch des Ölpreises. Gesamtverluste von 16,7 Prozent

Raoul Rigault
Noch vor nicht allzu langer Zeit galten sie im Westen als größte Gefahr für den Neoliberalismus, wenn nicht sogar der »freien Welt«. Mit dem Einsetzen der Finanzkrise mutierten sie dann in atemberaubendem Tempo vom feindlichen Investor zum heiß ersehnten »weißen Ritter«. Die Rede ist von den staatlich kontrollierten Fonds mit Sitz in Singapur, China, Rußland, den Golfstaaten, Venezuela oder Norwegen. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge hängt die Bereitschaft der G-7-Staaten, diesen Ländern auf politischer Ebene (z.B. im IWF und der G-20) mehr Einfluß zu gewähren, nicht zuletzt mit deren Milliardenspritzen für insolvenzgefährdete Finanzinstitute in den großen Industriestaaten zusammen.

Angesichts der neuesten Zahlen ist allerdings fraglich, ob auf diesem Wege weiterer Einfluß zu gewinnen ist. Nach Schätzungen der Deutschen Bank hat sich das Vermögen der Staatsfonds von Oktober 2007 bis Ende September 2008 um 16,7 Prozent reduziert. In absoluten Zah...

Artikel-Länge: 5098 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €