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06.01.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Zu wenige Leichensäcke

Hilfsorganisationen schlagen wegen Notlage im Gazastreifen Alarm. Medikamente und Lebensmittel gehen aus. Selbst Tücher für die Toten reichen nicht mehr

Rüdiger Göbel
Zehn Tage nach Beginn der israelischen Angriffe auf die Bevölkerung des Gazastreifens steht die medizinische Versorgung im Kriegsgebiet vor dem Zusammenbruch. Am Montag schlugen mehrere internationale Hilfsorganisationen wegen der Notlage der 1,5 Millionen Palästinenser Alarm. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) berichtete, bei den Angriffen würden immer mehr Krankenhäuser beschädigt. Nach UN-Angaben ist das Gesundheitssystem im Gaza­streifen »vollkommen überfordert«. Die Krankenhäuser in der Stadt Gaza sind aufgrund der von der israelischen Armee unterbrochenen Stromversorgung auf Generatoren angewiesen, die ebenfalls vor dem Zusammenbruch stehen. Zudem mangelt es in den Krankenhäusern an Medikamenten und medizinischem Gerät.

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, rief israelische Armee wie Hamas zur Rückkehr zum humanitären Völkerrecht auf. Der frühere CDU-Spitzenpolitiker prangerte an, das medizinische Notfallteam des ...

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