05.01.2009 / Politisches Buch / Seite 15

Hitlers geistige Väter

Hermann Ploppa ist US-Quellen für den Nazirassismus nachgegangen

Thomas Immanuel Steinberg
Baldur von Schirach (1907–1974), Hitlerjugend-Führer bis zum Sieg der Alliierten über Deutschland, sagte vor dem Nürnberger Gerichtshof 1946: »Das ausschlaggebende antisemitische Buch, das ich damals las und das Buch, das meine Kameraden beeinflußte... war das Buch von Henry Ford ›Der internationale Jude‹. Ich las es und wurde Antisemit...«

Hermann Ploppa belegt in »Hitlers amerikanische Lehrer«, daß jedenfalls der oberste Führer selbst mit seinen Rassen- und Euthanasievorstellungen weder Joseph Arthur de Gobineau (1816-1882), noch Houston Steward Chamberlain (1855–1927) folgte, wie in Schulbüchern behauptet, sondern vor allem drei US-Amerikanern: Madison Grant (1865–1937), Theodore Lothrop Stoddard (1883–1950) und dem Autobauer Henry Ford (1863–1947). Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts teilte die Herrschafts­elite der USA diese Ansichten; sie finden sich, bis hin zu Einzelheiten, in Hitlers »Mein Kampf« wieder.

Rassismus

Ploppa zeichnet zunäch...

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