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02.01.2009 / Ausland / Seite 6

Ausgeflogen nach Puntland

Somalia: Präsident zurückgetreten. Kämpfe zwischen Rebellen und äthiopischen Truppen

Knut Mellenthin
Der Machtkampf in der nicht demokratisch legitimierten Übergangsregierung Somalias ist offenbar entschieden. Am 29. Dezember gab Präsident Abdullahi Jusuf, der 2004 mit Unterstützung des UNO-Sicherheitsrats und der Afrikanischen Union (AU) eingesetzt worden war, seinen Rücktritt bekannt. Der 74jährige, ein früherer Warlord, setzte sich nach Puntland (Nordostsomalia) ab, das sich 1998 zum de facto selbständigen Staat erklärt hat. Jusuf stammt aus dem dort herrschenden Clan und war 1998 bis 2004 Präsident von Puntland. Zusammen mit dem zurückgetretenen Politiker wurden 125 Menschen – neben seiner Familie auch seine Leibwache und etwa 30 Abgeordnete - aus Mogadischu nach Puntland ausgeflogen.

Die Verfassung schreibt vor, daß das Parlament innerhalb von 30 Tagen einen neuen Präsidenten wählen muß; bis dahin übt der Sprecher des Abgeordnetenhauses dieses Amt aus. Es wird ein erbittertes Ringen um die Neubesetzung erwarte...

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