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31.12.2008 / Antifa / Seite 15

Gräfenberger lassen sich nicht spalten

Nach 34 rechten Aufmärschen innerhalb von zwei Jahren hat Polizei immer noch die Nazigegner im Visier

Johann Heckel
Seit mittlerweile zehn Jahren wird das kleine oberfränkische Städtchen Gräfenberg von Neonazis heimgesucht. Regelmäßige Aufmärsche, Rekrutierungen und Propaganda, Farbbeutelangriffe und andere Einschüchterungsversuche gegen aktive Nazigegner gehören seitdem zum Stadtbild. Allein seit November 2006 marschierten die Neonazis 34 Mal durch den Ort – oder versuchten es zumindest. Denn das Bürgerforum, das sich gegen die Extremisten stellt, arbeitet engagiert und effektiv – auch mit Blockaden. Genau das soll den Gräfenbergern nun zum Verhängnis werden.

Denn Zivilicourage – von staatlicher Seite immer wieder eingefordert und mit publikumswirksamen Preisen belohnt – ist nicht gleich Zivilcourage. Ende Juli wurde ein Neonaziaufmarsch in Gräfenberg mit einer großen Sitzblockade gestoppt. Polizei und Justiz reagierten statt mit den sonst üblichen Festellungen der Personalien mit Methoden der Einschüchterung: In Gräfenberger Kneipen reichten sie Fotos von »Verdächtige...

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