30.12.2008 / Ausland / Seite 6

»Die Angriffe sollen Gaza ins Chaos stürzen«

Im Wortlaut: Augenzeugen und Beobachter äußern sich zu den israelischen Bombardements

Gaza ist der Ort mit der größten Bevölkerungsdichte weltweit, jede Bombe, die aus 10 000 Meter Höhe abgeworfen wird, schlachtet unausweichlich viele Zivilisten ab. Wer das tut, weiß das und macht sich schuldig. Das ist kein Irrtum, kein Kollateralschaden. (…) Ich habe viele Leichen in Uniformen in den verschiedenen Krankenhäusern gesehen, ich kannte viele von diesen Jungen. Jeden Tag habe ich sie auf meinem Weg zum Hafen gegrüßt oder abends, wenn ich zum Café im Zentrum gegangen bin. Etliche von ihnen kannte ich mit Namen. Ein Name, eine Geschichte, eine verstümmelte Familie. Die meisten von ihnen waren jung, vielleicht 18, 20, oft ohne politische Meinung, weder mit Fatah noch mit Hamas. Sie waren nur Polizisten geworden, um nach dem Studium einen sicheren Arbeitsplatz in Gaza zu haben, wo es wegen der kriminellen israelischen Belagerung eine Arbeitslosigkeit von mehr als 60 Prozent gibt.

Vittorio Arrigoni, Journalist (Italien), zur Zeit Gaza-Stadt



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