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20.12.2008 / Thema / Seite 10

Finanzmarkt-Monarchie

Demokratische Regulierung ist ein Fremdwort in der Wirtschaftspolitik. Dieselben »Fachleute«, die für die neoliberale Umstrukturierung zuständig waren, basteln heute die Bankenrettungsprogramme

Winfried Wolf
Die weltweite Finanzkrise zieht immer neue Kreise. In den USA ist dafür ein Beleg der »größte Betrugsfall in der Geschichte der Wall Street« – die Mitte Dezember bekanntgewordene 50-Milliarden-US-Dollar-Pleite des Madoff-Fonds. In Deutschland wird dies mit der noch im Jahr 2008 drohenden Insolvenz der Beteiligungsgesellschaft VEM des schwäbischen Milliardärs Adolf Merckle deutlich. Und zunehmend sind es anscheinend seriöse Unternehmen der sogenannten Realwirtschaft, die sich in großen spekulativen Geldgeschäften engagierten und nun verloren haben. Wem wären bei diesem Thema auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) eingefallen? Dieser Staatskonzern sah sich dieser Tage gezwungen, Rückstellungen in Höhe von 438 Millionen Euro zur Absicherung von offensichtlich geplatzten Spekulationsgeschäften im Bereich sogenannter Credit Default Swaps (CDS, Kreditderivate zum Handeln mit Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen etc. – d. Red.) vorzunehmen. Und wo wurden ...

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