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17.12.2008 / Inland / Seite 2

»Es ist unsäglich, Ratten bei der FDP abzuladen«

Berlins Liberalen-Chef kann sich mit dem Zuverdienstvorschlag seines Parteikollegen nicht anfreunden. Gespräch mit Markus Löning

Gitta Düperthal
Markus Löning ist Vorsitzender des FDP-Landesverbandes in Berlin

Der Vizevorsitzende der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Henner Schmidt, hat mit der Forderung für Aufregung gesorgt, arme Menschen sollten sich mit dem Töten von Ratten etwas dazuverdienen. »Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen«, sagte er. Verstehen Sie die Empörung?

Es ist nicht Politik der FDP, zur Bekämpfung der Rattenplage Hartz-IV-Empfänger einzusetzen. Henner Schmidt hat seine Äußerung inzwischen klargestellt. In Berlin Mitte gibt es eine Rattenplage – die muß von staatlichen Institutionen bekämpft werden.

Wie war es denn gemeint?

Das müssen Sie Henner Schmidt selber fragen.

Das »Erwerbslosen Forum Deutschland« bezeichnete Schmidts Vorschlag als menschenverachtend und zynisch.

Ich habe mit Henner Schmidt geredet, sobald ich davon gehört habe. Ich kann nur wiederholen: Das ist nicht FDP-Politik.

Aus dem h...



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