13.12.2008 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Trauer, Wut und Massenprotest

Griechenland in Aufruhr: Nach den Polizeischüssen auf Alexis Grigoropoulos gingen Zehntausende auf die Straßen

Darius Ossami
Am Samstag abend, den 6. Dezember 2008, wurde der 15jährige Schüler Alexis Grigoropoulos von der Polizei erschossen. Er starb auf dem Pflaster eines Platzes im Athener Viertel Exarchia. Während der Todesschütze, ein auch als »Rambo« bekannter Beamter, behauptete, es habe sich bei der tödlichen Kugel um einen Querschläger gehandelt, berichteten mehrere Augenzeugen, der Polizist habe dem Schüler nach einem Wortgefecht gezielt in die Brust geschossen.

Bereits in der Nacht zum Sonntag gingen Tausende Menschen auf die Straße – aus Trauer und Wut. Und aus Protest gegen den Mord. In den darauf folgenden Tagen wurde das ganze Land mit Demonstrationen und Kundgebungen überzogen; Schulen und Hochschulen wurden bestreikt. Vielerorts entstanden Barrikaden, wurden Verkehrswege blockiert. Oftmals lieferten sich Demonstrierende Straßenschlachten mit der Polizei und griffen Banken und Kaufhäuser an. Selbst in kleineren Städten wurden Polizeiwachen regelrecht belag...

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