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03.12.2008 / Inland / Seite 4

Pankow wird Armenhaus

Berlin: »Sparpolitik« des Senats aus SPD und Die Linke schlägt immer größere Schneisen in die soziale Infrastruktur der Stadtbezirke

Rainer Balcerowiak
Im Berliner Stadtbezirk Pankow droht zum Jahresende 47 Jugendfreizeittreffs, Abenteuerspielplätzen, Kinderbauernhöfen und Schulsozialstationen, in denen täglich rund 3000 Kinder und Jugendliche betreut werden, die Schließung. Darüber hinaus sind 17 weitere Beratungs-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen in freier Trägerschaft betroffen. Sie alle sind von Jahr zu Jahr auf die Gewährung von Projektmitteln angewiesen. Einiges spricht dafür, daß diese Mittel für das kommende Jahr komplett gestrichen werden, was nach Angaben eines Sprechers des Pankower Bündnisses für Kinder und Jugendliche auch bis zu 180 festen und freien Mitarbeitern der Träger den Job kosten würde.

Hintergrund ist die vom SPD-Linkspartei-Senat eingeführte Umstellung der Finanzierung der Bezirke. Abgesehen von einigen »Pflichtaufgaben«, wie z.B. die Auszahlung von Sozialhilfe, müssen sämtliche Ausgaben aus einer »Pauschalzuweisung« des Landes bestritten werden. Dieses Geld reicht vorne und hin...

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