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26.11.2008 / Antifa / Seite 15

Gebirgsjägerfeier ist Kriegsverbrechertreffen

Maulkorb gegen Bundessprecher der VVN-BdA aufgehoben. »Kameradenkreis« scheut Gerichtsverfahren

Frank Brendle
Die Gebirgstruppenfeier, die Jahr für Jahr im bayerischen Mittenwald stattfindet, darf weiterhin als »das größte Soldatentreffen, das auch das größte Kriegsverbrechertreffen ist« bezeichnet werden. Der Veranstalter darf zudem »Kameradenkreis der (NS-)Gebirgstruppe« genannt werden. Ebendas war dem Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA), Ulrich Sander, im Juli vom Landgericht Nürnberg per Eilverfügung untersagt worden – auf Antrag des Kameradenkreises. Sander ließ sich aber nicht einschüchtern, vielmehr legte er es mit Rückendeckung der VVN-BdA auf eine Hauptverhandlung an. Wenige Tage vor dem anberaumten Termin am 2. Dezember hat der Kameradenkreis nun gekniffen und seinen Antrag zurückgezogen. Nazigegner dürfen Naziverbrecher also wieder als solche benennen.

Die Gebirgsjäger haben gute Gründe, eine gerichtliche Untersuchung zu scheuen, denn Sanders Behauptung ist keine ...

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