19.11.2008 / Ausland / Seite 7

Bomben, Uran, ein Heckenschütze

Internationale Atomenergiebehörde findet Spuren angereicherten Urans in Syrien. Bewerten will sie das vorläufig nicht

Jürgen Cain Külbel
In der syrischen Militäranlage Al-Kibar sind Spuren von künstlich angereichertem Uran entdeckt worden. Das teilte Mohamed ElBaradei, Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO, am Montag auf einer Wirtschaftskonferenz in Dubai mit. Der Ursprung des Urans, so ElBaradei, bleibe vorerst ungeklärt, und ein Untersuchungsbericht, den die UN-Behörde im Laufe der Woche veröffentlichen wolle, werde keine abschließende Bewertung enthalten. Daß das Uran gefunden wurde, heiße nicht, daß dort ein Reaktor stand. Über den Zeitpunkt des Fundes hüllte sich ElBaradei in Schweigen; noch im Oktober hatte er öffentlich verkündet, es gäbe in der Anlage keinerlei Anzeichen von Radioaktivität.

Al-Kibar war am 6. September 2007 von Israels Luftwaffe in einer spektakulären Nacht- und Nebelaktion bombardiert worden. Westliche Medien heizten danach das Gerücht an, der Angriff habe einer »geheimen Atomanlage« gegolten. Im April 2008 lieferte die CIA dann auch »belaste...

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