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14.11.2008 / Feminismus / Seite 15

Historische Entscheidung in Uruguay

Mehrheit in Parlament und Senat für legalisierte Abtreibungen. Veto des Präsidenten kann dies noch verhindern

Andreas Knobloch
Schwangerschaftsabbrüche sind in Uruguay bislang nur nach Vergewaltigung und bei Gefahr für das Leben der Mutter erlaubt. Nach offiziellen Angaben werden in dem süd­amerikanischen Land jedes Jahr knapp 33000 Abtreibungen vorgenommen. Allerdings dürfte die Dunkelziffer wegen der restriktiven Gesetzgebung sehr hoch sein. Experten gehen davon aus, daß mindestens noch einmal so viele Abbrüche heimlich ausgeführt werden.

Doch die heftige gesellschaftliche Debatte über dieses Thema hat einiges in Bewegung gebracht: Am Dienstag hat nach dem uruguayischen Repräsentantenhaus nun auch der Senat ein Gesetz verabschiedet, mit dem Abtreibungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche zumindest nicht mehr unter Strafe gestellt werden sollen. Das Votum fiel im Oberhaus sogar deutlich besser aus als im Parlament: Die Novelle wurde mit 17 Für- und 13 Gegenstimmen angenommen. Im Unterhaus hatte es vergangene Woche nur eine hauchdünne Mehrheit für das Gesetz gegeben. 49 Abgeor...

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