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14.11.2008 / Ausland / Seite 7

Ethno-Fassade

Ruandas Krieg in Ostkongo wirft die Frage nach den Hintergründen des Völkermords von 1994 auf

Gerd Schumann
Was nur hat die deutsche Justiz getrieben, Rose Kabuye, die persönliche Beraterin des ruandischen Präsidenten Paul Kagame, am Sonntag abend in Frankfurt/Main verhaften zu lassen? Handelte sie etwa unabhängig der robusten Interessen Berlins an neokolonialer Einflußnahme in dem zentralafrikanischen Staat am Rande der Großen-Seen-Region? Es darf spekuliert werden. Tatsache ist indes, daß im Laufe dieser Woche die jahrelang ungetrübten diplomatischen Beziehungen zwischen Kigali und Berlin in schwere Turbulenzen geraten sind. Den derzeitigen Höhepunkt bildet die Ausweisung des deutschen Botschafters aus Ruanda. Nicht nur für Kagame und die regierende ruandische Elite könnte die überraschende Kontroverse weitreichende unangenehme Folgen nach sich ziehen.

Im Zuge des neuerlichen Ostkongo-Kriegs gerät eines der düstersten Kapitel aus der jüngeren zentralafrikanischen Geschichte in den Blickpunkt: Der »Völkermord an den Tutsi« von 1994 in Ruanda, dem zwischen 5000...

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