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12.11.2008 / Inland / Seite 5

Zäher Widerstand

Castortransport von La Hague nach Gorleben mit fast einem Tag Verspätung am Ziel. Zwei gelbe Betonpyramiden versperrten elf Stunden lang die Route des Atommülls

Nach ungewohnt zähem Widerstand von Atomkraftgegnern hat der Castortransport am Dienstag morgen mit fast einem Tag Verspätung sein Ziel erreicht. Um 0.19 Uhr rollten die Tieflader mit elf Atommüllbehältern von einem starken Polizeiaufgebot geschützt auf das Gelände des Zwischenlagers Gorleben. Laut der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg dauerte dieser elfte Transport in den niedersächsischen Ort damit bislang am längsten. Die Atommüllieferung war am Freitag um 17.45 Uhr in La Hague in Frankreich gestartet.

Polizeipräsident Friedrich Niehörster räumte ein, daß der Einsatz länger als geplant gedauert habe. Die Polizei habe den Transport sicher und mit möglichst wenig Verletzten ans Ziel gebracht. Als Beispiel für zurückhaltendes, aber zeitraubendes Vorgehen der Polizei nannte Niehörster die letzte große Blockade vor der Einfahrt zum Zwischenlager: Dort seien die Demonstranten mit aller Ruhe weggetragen worden. Die Polizei berichtete von vier Beamten, die mit...

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