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06.11.2008 / Ausland / Seite 6

Rückendeckung für Nkunda

Ostkongo: Rebellenführer fühlt sich stark und droht mit »Marsch auf Kinshasa«

Raoul Wilsterer
Der Feldherr lud in sein Hauptquartier igrendwo in den Bergen Nord-Kivus. Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters brachte seine Nachricht am Mittwoch in die Weltöffentlichkeit. Sie lautete: Laurent Nkunda droht weiter mit Krieg. Er fühle sich an den erst vor einer Woche verkündeten Waffenstillstand nicht gebunden, solange die kongolesische Regierung nicht mit ihm verhandle.

Der Tutsi-Rebellengeneral fühlt sich stark. Als Statthalter von Ruandas Präsidenten Paul Kagame in den kongolesischen Teilen der rohstoffreichen Großen-Seen-Region besteht ­Nkundas Aufgabe darin, seinen Einfluß zu halten und möglichst auszubauen. Bisher gelang das. Die Bodenschätze wurden durch Nkundas Leute kontrolliert und unter Nutzung von Ruanda als Drehscheibe an interessierte Kreise der kapitalistischen Industrieländer verteilt. Dabei hielten sich die bewaffneten Ausbeuter und – in deren Gefolge – die Händler ebenso schadlos, wie die politischen Drahtzieher. Diese wiederum kön...

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