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06.11.2008 / Inland / Seite 8

»Mein Engagement wird amtlich behindert«

Einem Verein in Frankfurt/Main soll die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Grund: Er unterstützt Hartz-IV-Empfänger. Ein Gespräch mit Wiltrud Pohl

Gitta Düperthal
Wiltrud Pohl ist Vorsitzende des Vereins »Höchster Leuchtfeuer« in Frankfurt/Main und organisiert gemeinsame Mahlzeiten und Feiern für Hartz IV-Empfänger und andere Bedürftige

Seit Jahren veranstaltet Ihr Verein Bootsfahrten auf dem Main, Weihnachtsfeiern und Sonntagsessen für Hartz-IV-Empfänger und andere Bedürftige. Jetzt droht das Finanzamt dem Verein die Gemeinnützigkeit zu entziehen, weil er Hartz-IV-Empfänger als Bedürftige einlädt. Wie begründen die das?

Die Bootsfahrten der Hartz-IV-Empfänger, die nicht unter die Jugend- und Altenhilfe fallen, seien »problematisch«, behauptet das Finanzamt Frankfurt/Main. Wortlaut: »Die Unterstützung wirtschaftlicher Hilfsbedürftiger zielt vielmehr auf die menschlichen Grundbedürfnisse ab: Ernährung, Kleider, Körperpflege und Hausrat«. Geselligkeit, Freizeitkultur und unbeschwerte Stunden sind aus amtlicher Sicht für diese Personengruppe also nicht vorgesehen.

Ursprünglich sollte dem Verein schon für 2007 die Ge...


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