05.11.2008 / Ausland / Seite 6

Auf Zeit spielen

Bei den Ereignissen in Kongo handelt es sich um handfeste Verteilungskämpfe und innerimperialistische Auseinandersetzungen neokolonialen Charakters

Raoul Wilsterer
Ruanda und die von ihm alimentierten Rebellentruppen von Laurent Nkunda spielen weiter auf Zeit. Hatte es zunächst bereits am Freitag geheißen, daß zu Beginn dieser Woche Gespräche zwischen den beiden Hauptbeteiligten am Kampf um den Ostkongo – die Regierungen in Kingali und Kinshasa – in Nairobi zu einem Gipfel zusammenkommen sollten, präsentierte sich am gestrigen Dienstag die Lage unübersichtlich. Aus New York verlautete nunmehr, daß UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sich als »Vermittler« einschalten wolle. Er werde sich »bald« mit dem kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila und dessen ruandischen Kollegen Paul Kagame treffen. Beide Politiker hätten »die Bereitschaft zum Gespräch signalisiert«. Das Treffen, so Ban, werde »wohl« am Wochenende oder zu Beginn der kommenden Woche stattfinden. Außerdem organisiere die Afrikanische Union (AU) einen Gipfel, auf dem es um den Konflikt im Ostkongo gehen solle und zwar »im November«, so Bans vage Formulierung.
Der...

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