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05.11.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Keltischer Tiger ohne Biß

Irland: Neuverschuldung, Steuererhöhungen, Sozialabbau und Einfrieren der Löhne sollen Absturz der Wirtschaft stoppen

Waldemar Bolze
Irland stürzt ab. Kaum eine andere europäische Volkswirtschaft befindet sich derzeit so stark im Abwärtssog aus globaler Finanzkrise und allgemeinem Abschwung. Dabei galt die »Grüne Insel« noch vor kurzer Zeit als europäisches Musterland. Noch 2007 rangierte Irland unter den reichsten Staaten der Welt (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) auf Platz fünf. Lediglich die Steueroase Luxemburg, die Öl- und Gasförderer Norwegen und Katar, sowie der Zwergstaat Island, der derzeit ebenso implodiert, rangierten noch besser (die BRD lag auf Platz 19).

Neoliberaler Aufschwung

Der »keltische Tiger«, so genannt in Anlehnung an die asiatischen Boomstaaten der 80er Jahre, hat einen zumeist ferngesteuerten Aufschwung hinter sich. Hauptquellen der Prosperität waren hohe Unterstützungszahlungen aus dem Strukturfonds der EU, der die Insel 1973 beigetreten war, sowie gewaltiger Direktinvestitionen internationaler Technologieunternehmen. Diese waren durch niedrige Löhne und minima...

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