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05.11.2008 / Thema / Seite 10

Durchblick mit Marx

Die erste weltweite Wirtschaftskrise von 1857/58 offenbarte dem Ökonomen, wie durch eine Spekulationsblase die Realwirtschaft abstürzte. Einzige Rettung für den Kapitalismus waren im Aufbau befindliche Regionen

Michael R. Krätke
In der Krise wird Marx wieder entdeckt. Karl Marx’ Hauptwerk »Das Kapital« ist gefragt wie noch nie. Nicht nur auf seiten der Linken. Sogar einige »Qualitätszeitungen« der westlichen Welt haben im Laufe des schwarzen Oktober die toten Hunde Marx und Keynes, den britischen Ökonomen, wieder ausgegraben. »Komm zurück, Karl Marx! Alles ist vergeben«, so konnte man es lesen. So sehen es viele. Die jüngste internationale Finanzkrise, die erste wahrhaft weltweite Finanzkrise – nach einer nie dagewesenen Serie von Finanzkrisen, die regional und lokal begrenzt geblieben sind – hat das kapitalistische Weltsystem schwer erschüttert. Die Weltwirtschaftskrise, die auf uns zukommt und die in einigen Teilen der Welt schon längst begonnen hat, wird den Glauben an den Kapitalismus als die alternativlose und beste aller Welten weiter untergraben. Dieses Weltereignis, das uns noch länger beschäftigen wird, bis weit ins Jahr 2010 hinein, scheint dem Kapitalismuskritiker Marx...

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