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05.11.2008 / Antifa / Seite 15

Rechte wüten in Rußland

Rechte Gewalt gegen Migranten und Linke in Moskau und St. Petersburg fordert erneut Todesopfer. Solidaritätsveranstaltung mit russischen Antifaschisten in Berlin

Andreas Ritzel
Im Oktober wurden in Rußland erneut zwei Antifaschisten von Neonazis ermordet. In Moskau lauerten die Täter dem antirassistischen Skinhead Fjedor Filatov vor seiner Wohnung auf, in Irkutsk wurde die 16jährige Olga Rukosyla vermutlich wegen ihres alternativen Äußeren zum Opfer neofaschistischer Schläger. Diese Morde markieren den vorläufigen Höhepunkt der sich stetig zuspitzenden rechten Gewalt in Rußland.

Im Jahr 2007 starben 76 Menschen bei neofaschistischen Überfällen, 2006 waren es 62 Tote, und in diesem Jahr wurden bereits 80 Morde registriert. Bei den meisten Übergriffen werden Messer benutzt, die Täter sind im Umgang damit geübt. Militante Gruppierungen bieten zunehmend ein sogenanntes Wehrsporttraining an, bei dem neben Kampftechniken auch der Umgang mit verschiedenen Waffengattungen vermittelt wird. Der Großteil der Überfälle geschieht in den Metropolen Moskau u...

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