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04.11.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Jenseits des Dollar?

Vor dem Weltfinanzgipfel: Neue Allianzen zwischen Schwellenländern fordern die Hegemonie der traditionellen imperialistischen Blöcke heraus

Rainer Rupp
Immer mehr Länder rufen wegen der Finanzkrise um internationale Hilfe: Island, die Ukraine, Serbien, Belarus, die Türkei, Polen, Rumänien, Kroatien, Lettland, Estland und Litauen – allein in Europa. Bislang ist erst die Spitze des Eisbergs erkennbar, und es wird ein Dominoeffekt wie bei den Banken befürchtet. Ob die 200 Milliarden Dollar, die dem Internationalen Währungsfonds (IWF) als »Krisenfeuerwehr« zur Verfügung stehen, ausreichen, um alle Länder vor der Pleite zu schützen ist bislang keineswegs klar. Aber weder die USA noch die EU-Länder, die bereits Hunderte Milliarden Dollar in nationale Hilfspakete zur Rettung ihrer Banken gesteckt haben, haben jetzt Geld für den IWF übrig. In dieser Situation kam der britische Regierungschef Gordon Brown (Labour) auf die geniale Idee, Länder mit großen Devisenreserven wie China und die arabischen Golfstaaten dazu aufzufordern, dem IWF mehr Kapital zur Verfügung zu stellen. Dabei gilt es aber als selbstverständli...

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