Gegründet 1947 Dienstag, 22. Oktober 2019, Nr. 245
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18.10.2008 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Die Jasager und Mitmacher sind für mich Faschisten«

Gespräch mit Robert Menasse. Über eine Geschichte aus dem Amsterdamer Hungerwinter, den Begriff des Engagements und den Widerstand gegen den EU-Vertrag von Lissabon

Thomas Wagner
Robert Menasse (geb. 1954 in Wien) ist Romancier, Literaturwissenschaftler und politischer Essayist. Er lebt und arbeitet in Wien und Amsterdam.

Soeben ist ein Originalhörbuch von Ihnen erschienen, das Sie selbst gelesen haben: »Das Ende des Hungerwinters«.Worum geht es darin?

Das ist vordergründig die Geschichte einer Familie, die das letzte Kriegsjahr in Holland während der Nazi-Besatzung versteckt im Affenkäfig überlebt. Es ist eine wahre Geschichte. Über 200 Juden, aber auch Holländer, die zum Arbeitsdienst eingezogen werden sollten, sogar deutsche Soldaten, die desertiert sind, haben in Verstecken im Amsterdamer Zoo überlebt. Der Winter 1944/45 war noch dazu ein Katastrophenwinter. In Holland heißt er bis heute Hungerwinter, weil die Versorgung mit Lebensmitteln zusammengebrochen war. Die Menschen sind buchstäblich verhungert. Im Zoo haben die Menschen mit Tierfutter überlebt. Gleichzeitig ist es eine heroische Geschichte des holländischen Widersta...

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