15.10.2008 / Thema / Seite 10

Protektorat Afghanistan

In der Logik des Neoimperialismus muß ein Pazifizierungskrieg zügig zum Umbau der überfallenen Nation führen. Das Land am Hindukusch ist nun wirtschaftlich und politisch abhängig von USA und EU

Norman Paech
Die Mehrheit der Zeitgenossen ist davon überzeugt, daß wir uns in einer geschichtlichen Phase des Übergangs in ein neues System der Weltordnung befinden. Dessen zukünftige Gestalt ist allerdings ziemlich unklar. Nur eines wird immer wieder mit auffälliger Gewißheit betont: Es liegt eine Ära der Unordnung, der Auflösung und des Chaos vor uns, von der ebenfalls unklar ist, worin sie enden wird. Die Sicherheit dieser Prognose beruht auf der Erfahrung der Aggressivität, mit der der Kapitalismus seine Globalisierung bis in die letzten Rohstofflager, Märkte und Dörfer vorantreibt. In dieser Dynamik der imperialen Okkupation aller Ressourcen der Erde finden wir sämtliche Mittel der Politik, von der Verhandlung und Diplomatie, der Drohung über die Erpressung, Täuschung und Bestechung bis hin zur gezielten militärischen Intervention und zum klassischen Krieg.

Aus der Perspektive der Länder, die eher zum Schlachtfeld als zur Kommandozentrale der zukünftigen Kriege...

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