11.10.2008 / Ansichten / Seite 8

Oslo-Bande

Friedensnobelpreis an Kriegstreiber

Werner Pirker
Daß das Osloer Nobelkomitee in seinen Entscheidungen zumeist dem westlichen Meinungskonformismus folgt, ist seit langem bekannt. Mit der Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreise an den Finnen Martti Ahtisaari aber hat es einen politischen Skandal geliefert, wie man ihn selbst dieser »noblen« Runde nicht zugetraut hätte. Der Friedenspreis geht an einen Mann, der während der NATO-Aggression gegen Jugoslawien die diplomatische Feinarbeit zur Unterwerfung des angegriffenen Landes erledigt und danach den Plan zur völkerrechtswidrigen Sezession der Kosovo-Provinz entworfen hatte.

Die von der Oslo-Bande getroffene Wahl befremdet um so mehr, als zwei Tage davor die UNO-Vollversammlung dem Antrag Serbiens, die Rechtmäßigkeit der Lostrennung des Kosovos vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag überprüfen zu lassen, zugestimmt hat. Das Osloer Verhalten ist somit als dreiste Einmischung in ein laufendes Verfahr...

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