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04.10.2008 / Inland / Seite 4

»An Big Deutschland übergeben«

In Berlin nahmen mehr als 500 Menschen an der »Alternativen Einheitsfeier« teil

Arnold Schölzel
Nein, die Bundesrepublik sei keine »Vorhölle«, aber auch kein Vorbild, was die Respektierung von Menschenrechten angehe, resümierte der Historiker Eckehard Mehls im ersten Referat der »Alternativen Einheitsfeier«, zu der das Ostdeutsche Kuratorium von Verbänden (OKV) am Donnerstag in Berlin eingeladen hatte. Er bestimmte so – ähnlich wie die anderen Referenten an diesem Nachmittag, der Bundestagsabgeordnete und Völkerrechtler Norman Paech und der Publizist Eckart Spoo – den Tenor der Veranstaltung: nüchterne Analyse der bundesdeutschen Zustände und kritische Distanz. Mehls illustrierte seine These mit einer Analyse des Umgangs der Bundesregierung mit der Kritik von UN-Institutionen an der Menschenrechtslage hierzulande. Berlin zeige gern mit erhobenem Zeigefinger auf andere Länder; werde es selbst »mit großer Besorgnis« des Kontrollausschusses für die Einhaltung der Menschenrechtspakte von 1966 über die Diskriminierung ostdeutscher Wissenschaftler konfron...

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