Der Schwarze Kanal
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02.10.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Staatssakramente

18 Jahre nach dem Anschluß der DDR betrachten Medien und CDU/CSU den Osten Deutschlands wie einen besetzten Staat

Arnold Schölzel
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp nannte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer am Mittwoch einige Tatsachen, von denen die ökonomische und soziale Lage in Ostdeutschland geprägt ist. Er wies darauf hin, daß der Arbeitsmarkt Ost »nach wie vor in einem völlig unbefriedigenden Zustand« ist. Das sei »für Hunderttausende« oft genug eine »Katastrophe, weil sie keine oder keine Existenz sichernde Arbeit finden oder dafür in den Westen umziehen müssen«. Die Zahl der sozialversicherten Arbeitsplätze ist nach seinen Angaben im Osten »heute immer noch um eine halbe Million niedriger als vor zehn Jahren«. Zugleich breite sich unsichere und nicht Existenz sichernde Arbeit aus. Arbeitslosigkeit und Armut seien doppelt so hoch wie im Westen, fehlende Ausbildung mehr noch als dort ein Hauptgrund für Jugendarbeitslosigkeit.

Angesichts der längst angeglichenen Lebenshaltungskosten sei nicht einsehbar, daß Beschäftigte immer noch deutlich weniger verdienen als i...

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