30.09.2008 / Titel / Seite 1

Ecuador wählt Kapital ab

Harald Neuber
Vor Zehntausenden Anhängern hat Ecuadors Präsident Rafael Correa am Sonntag abend die Annahme der neuen linksgerichteten Verfassung gefeiert. Das Plebiszit für die 444 Artikel des neuen Grundgesetzes sei ein »überwältigender Triumph für das ecuadorianische Volk«, rief der 45jähige Staatschef seinen Anhängern in der Hafenstadt Guayaquil zu. Vor allem aber bedeute das Ergebnis für Ecuador »das Ende dieser unheilvollen neoliberalen Zeit«. Auch in der Hauptstadt Quito versammelten sich nach Bekanntgabe der ersten Teilergebnisse durch das Oberste Wahlgericht Zehntausende Menschen vor dem Sitz der Regierungspartei Alianza País.

Kurz vor 23 Uhr (Ortszeit) waren die ersten Ergebnisse veröffentlicht worden. Gut 65 Prozent der 9,7 Millionen Wahlberechtigten hatten sich demnach für die neue Konstitution entschieden. Sie war von einem gewählten Verfassungskonvent in acht Monaten ausgearbeitet worden. Zu den erklärten Zielen zählen ein Ende des Neoliberalismus und die ...

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