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25.09.2008 / Feuilleton / Seite 13

Immer was los

Jargon der Eigentlichkeit, zweiter Durchlauf: Anmerkungen zum medialen Gerede über den Film »Der Baader Meinhof Komplex« und die RAF

Peer Schmitt
Braucht die Geschichte der RAF einen weiteren Film? Um zum »Mythos« zu werden, nicht unbedingt. Glaubt man dem Spiegel und seiner von Dirk Kurbjuweit verfaßten Titelgeschichte »Bilder der Barbarei« (8.9.), dann »wurde aus einer Bande von Verbrechern« längst »ein Mythos für das Linksbürgertum«. Uli Edels Spielfilm »Der Baader Meinhof Komplex« ist für das Magazin allerdings noch etwas anderes, nämlich »ein Meilenstein für den deutschen Umgang mit der RAF«.

Aura und Virilität

Der Spiegel war zwar die einzige Publikation, die sich über die Sperrfrist 17.9., die über die Berichterstattung verhängt war, hinwegsetzen durfte, doch die jüngere Zeitgeschichte generell zum Film zu erklären, ist ein Kunstgriff, den man ausnahmsweise nicht als erster anwendete. So erklärte der selbsternannte Protestbewegungsarchäologe Wolfgang Kraushaar die Frühzeit der RAF bereits 2001 zum Filmszenario zweiter Ordnung, zum Produkt von Pop und Lifestyle-Politik. Kraushaar: »Der Dandy ...

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