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25.09.2008 / Ausland / Seite 6

Flüchtlinge unter Beschuß

Sri Lankas Armeeoffensive gegen die tamilischen Gebiete vertreibt Zehntausende. Colombo bittet um »humanitäre Hilfe« und setzt gleichzeitig die Angriffe fort

Hilmar König, Neu-Delhi
Indirekt hat Sri Lankas Regierung eingestanden, daß sie das Flüchtlingsproblem, das mit ihrer andauernden Militäroffensive im Norden des Landes entstanden ist, aus eigener Kraft nicht zu bewältigen vermag. Bei seinem Treffen zu Wochenanfang in New York mit dem norwegischen Minister für internationale Entwicklung und Umwelt, Erik Solheim, bat Präsident Mahinda Rajapakse Oslo darum, sich an den »humanitären Aufgaben« für die Flüchtlinge in Sri Lankas Norden zu beteiligen. Anfang September hatte Colombo alle internationalen Hilfsorganisationen, außer dem Roten Kreuz, aufgefordert, das Kriegsgebiet zu verlassen, und behauptet, mit dem Problem allein fertig zu werden. Solheim war maßgeblich daran beteiligt, daß im Jahre 2002 das Waffenstillstandsabkommen zwischen den Streitkräften und der Befreiungsbewegung LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) zustande kam.

Mindestens 160000 Menschen, überwiegend zur tamilischen Bevölkerungsminderheit gehörend, sind ausgehun...

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