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25.09.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Keine Zeit für Atomstreit

Rußland läßt sich von USA nicht länger gängeln: Beratungen zu Irans Nuklearprogramm nach Schelte aus Washington abgesagt

Knut Mellenthin
Nach neuerlichen Verbalattacken von US-Außenministerin Condoleezza Rice gegen Rußland hat Moskau eine Beratung der Gruppe der Iran-Sechs platzen lassen. Die USA mußten am Dienstag abend (Ortszeit) die Absage des für heute geplanten Außenministertreffens der UN-Vetomächte und Deutschlands bekanntgeben – »nach demonstrativen Signalen des Desinteresses aus Moskau«, wie die Agentur AFP schrieb. Rußland hatte zuvor mitgeteilt, daß es das 5+1-Treffen nicht für dringlich hält. Das russische Außenministerium ließ in einer Stellungnahme wörtlich wissen, es sehe keinen Grund, der es notwendig mache, »alles beiseite zu schieben« und »inmitten einer vollgestopften Woche während der UN-Vollversammlung über das iranische Atomprogramm zu beraten«.

Vertreter der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Chinas, Rußlands und Deutschlands hatten sich zuletzt am Freitag voriger Woche in Washington getroffen, ohne sich über die nächsten Schritte im Atomstreit mit Teheran einigen zu...

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