20.09.2008 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Auch die linke Alphagarnitur ist überwiegend männlich«

Gespräch mit Hanna Behrend. Über revolutionäre Subjekte im 20. und 21. Jahrhundert, die Situation der Frauen in der DDR und die Notwendigkeit einer Alternative

Sabine Kebir
Hanna Behrend (geb. 1922) ist Historikerin und Anglistin. Von 1938 bis 1946 Exil in Frankreich und England, Rückkehr nach Deutschland, Dozentin an der Humboldt-Universität Berlin, Herausgeberin der Buchreihe »Auf der Suche nach der verlorenen Zukunft«

Was bedeutete es, Sozialistin im 20. Jahrhundert zu sein?

Für mich bedeutete es, mein Handeln davon bestimmen zu lassen, daß es beitrug, Verhältnisse zu befördern, in denen der Mensch kein bedauernswürdiges, deformiertes, unterdrücktes und ausgebeutetes Geschöpf ist.

Was waren die Hauptfehler des Realsozialismus von 1917 bis 1989?

Die Kluft zwischen den erklärten politischen und organisatorischen Prinzipien und der repressiven, autoritären und patriarchalen Praxis der Führung der »Partei neuen Typs«.

Was haben Sie selbst falsch gemacht? Was würden sie wieder tun?

Ich hätte viel früher mit viel mehr Menschen – z. B. meinen Kolleginnen und Kollegen und Studierenden – Klartext reden sollen. Meine Taktik,...


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